Wir brauchen keine Beziehungsberatung! (Ausgabe 20.09.2021)


- ist einer der häufigsten Sätze die ich höre, wenn ich sage, was ich mache.

Aber wann macht eine Beziehunsberatung Sinn?

Regelmäßig und gerne präventiv, ist meine Antwort auf diese Frage. Wenn schon über Scheidung gesprochen wird, ist es oft schwer positive & neue Sichtweisen zu entwickeln.

Ob Sie als Selbstcoaches aktiv erden oder sich für eine professionelle Beratung entscheiden, bleibt Ihnen überlassen.

Wichtig – wer sich regelmäßig qualitative Beziehungszeit gönnt, hat mehr Aussicht auf eine lange und zufriedene Beziehung. Ich benutze bewusst selten den Begriff Paarberatung oder Paartherapie. Meist sind mehr als 2 Personen in einer Beziehung involviert und dass jemand krank ist – nur weil die Libido ruht – ist selten der Fall.

Bei welchen Themen dürfen Sie achtsam sein:

1. Langweile – es ist normal, dass es im Bett und in der Liebe nicht immer prickelt. Hier können wir auch das „Auseinanderleben“ einordnen.

2. Kritische Lebensereignisse – Corona, ein neues Kind, Krankheit, Selbstfindung - diese Bereiche sind für jede Beziehung anspruchsvoll.

3. Stress – gemeinsame Copingstrategien und neue Rollenbilder können Abhilfe schaffen.

4. Konflikte z.B. unbewusste Themen aus der Kernfamilie, unterschiedliche individuelle Bedürfnisse usw. dürfen gelöst bzw. dafür ein Kompromiss gefunden werden.

Eine professionelle Beratung kann bei diesen Themen neue Impulse setzen, Wissen vermitteln und erfahrungsorientierte Übungen und Methoden anbieten.

Wie läuft eine professionelle Beratung ab?

Erstmal Kennenlernen und schauen, ob die Chemie zwischen Berater*in passt. Verschiedene Studien belegen den Beratungserfolg, wenn es für alle Seiten passt.

Je nach Thema werden mit allen oder mit einzelnen Beziehungsbeteiligten meist im 14 Tage-Rhythmus Termine vereinbart.

Zum Teil gibt es „Beziehungsaufgaben“ zwischen den Terminen.

Gibt es Themen, die für die gemeinsame Beziehungsberatung ungeeignet sind?

Ja, Themen wie Sucht und Gewalt müssen vor einer Beziehungsberatung bereits therapiert worden sein.

Woran erkenne ich eine(n) professionelle(n) Berater*in?

Die Begriffe Paarberater*in, Beziehungsberater*in usw. sind in Deutschland frei wählbar. Sprechen Sie über Ausbildung, Studium, Beratungsmethoden und Beratungsschwerpunkte. Sie merken schnell den Unterschied.

Was ist mit Online-Angebote zum Selbstcoachen?

Das Angebot ist groß. Auch hier gilt, prüfen Sie die Quelle des Angebots. An dieser Stelle etwas Eigenwerbung für den kostenfreien „Liebe gesund“ YouTube Kanal & Podcast.

Was kostet eine professionelle Beratung? Ein Honorar unter 80 € im freien Markt würde ich persönlich als kritisch einordnen. Miete, Studium, Fortbildung etc. wollen bezahlt werden.

Zusätzlich gibt es ehrenamtliche Organisationen, die ihre Arbeit mit Spenden finanzieren. Hier sind hauptsächlich die konfessionellen Träger aktiv und wir mit „Liebe gesund“ als AGG konforme Organisation.

Bei weiteren Fragen treten Sie gerne mit uns in Kontakt.

In diesem Sinne l(i)eben Sie glücklich und gesund!

Ihre Stefanie Ludwig

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