Ist Dopamin das Liebeshormon? (Pfalz Echo-Printausgabe: 17.01.2022)

Aktualisiert: 29. Sept.

Kennen Sie den Hit von Purple Discomaschine „Dopamine“?

Was in diesem Lied besungen wird ist die Verliebtheit -genauer der Rauschzustand einer Verliebtheit.

In meinen Worten kurz zusammengefasst:

Die Gedanken kreisen nur noch um diese eine Person. Am liebsten würde die Welt ruhen und die Verliebten würden Tag und Nacht zusammen verbringen. Diese rosarote Brille, mit der das Herz schneller schlägt, man jede Logik außer Acht lässt. High vor Glück auf der Wippe der extremen Gefühle.

Das Auf und Ab zwischen Nähe und Distanz, Unsicherheit & Vertrauen, um nur ein paar zu nennen.

Seufzt. und ja dafür ist Dopamin zuständig.

In Kombination mit Adrenalin ein wahres Teufelszeug was für viel Lust und Leidenschaft sorgt.

Laut Schandrys biologischer Psychologie gehört Dopamin zu den Katecholaminen und ist ein sogenannter Neurotransmitter. Also ein Botenstoff der Informationen von einer Nervenzelle zur anderen weitergibt. Wie jede Kommunikation kann auch dieser Prozess scheitern und es kommt zu psychischen und psychomotorischen Auswirkungen.

Klein aber oho, sag ich da nur. Dopamin wird auch häufig als Glückshormon bezeichnet und sorgt für das schöne Hochgefühl über allem zu schweben. Es verursacht auch bei Drogenabhängigen im Gehirn dieses Verlangen nach mehr und bei Verliebten die Sehnsucht nach Liebe. Weswegen auch Dopamin häufig als Liebeshormon tituliert wird. Nach meiner Definition von Liebe, völlig unpassend. Durch Dopamin sind wir gefühlt fremdgesteuert.

Liebe wird, in meinen Augen, aus bewussten Verhaltensweisen entwickelt, erhalten und aufgebaut. In diesem Zusammenhang können Sie sich auch noch einmal gerne die Liebe gesund Podcast Folge „bedingungslos lieben können max. Kinder“ anhören.

Ich rate davon ab Liebe mit Verliebtheit zu vermischen bzw. zu verwechseln.

Trotzdem so ein bisschen Dopamin im Alltag hat eine positive Auswirkung auf die Psyche & die Stimmung.

Können wir vielleicht unseren Dopamin-Level bewusst beeinflussen?

An dieser Stelle scheiden sich die Geister. Die medizinische Universität Wien sagt – nein.

Laut den Oberbergkliniken ist das sehr wohl möglich.

Bei Dopamin-Mangel wird z.B. empfohlen viel Geflügel, Banane, Avocado, Nüsse, Paprika, Mohrrüben sowie Schalentiere zu konsumieren, um den Dopamin Spiegel wieder zu erhöhen und die Liebesfähigkeit wieder zu steigern.

Die Wahrheit ist wahrscheinlich in der Mitte zu finden. Gesundes Essen ist selten schlecht für die Psyche und eine aphrodisierende Wirkung von Lebensmittel wird durch ein gutes Kopfkino begünstigt. Ein Versuch ist es allemal wert.

Falls Sie gerade verliebt sind, konservieren Sie sich ein paar Gefühle im Herzen. So können Sie diese ab und zu wieder ins Gedächtnis holen. Solche positiven Momente braucht jede langfristige Beziehung.

Und so komme ich zum Schluss noch auf eine Textzeile aus dem Lied zurück.

„Wenn die Liebe so tief geht“ ist es wahrscheinlich kein Dopamin – sondern ehr Oxytocin.

Aber Dopamin ist die Hoffnung auf Liebe und ein Anfang für vielleicht eine große Liebe. Vorsicht, dass Sie nicht süchtig werden.

Das passiert regelmäßig bei häufig wechselnden Partnerschaften. Nach bestimmten Zeiten trenne sie sich und suchen die „angebliche“ Liebe bei einer anderen Person. Scheitern abermals erfolglos und halten nach dem nächsten Verliebtheit-Kick Ausschau.

Bleiben Sie entspannt, es gibt passende Liebeskonzepte für alle Menschen, die Liebe lernen möchten. Bei Fragen kommen Sie gerne direkt auf uns zu.

Und so wünsche ich Ihnen ein Jahr mit etwas Verliebtheit, etwas Glück und ganz viel Liebe.

In diesem Sinn – l(i)eben Sie und bleiben Sie gesund.

Ihre Stefanie Ludwig


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